Erfolgreiche Kurzzeitvermietung in Zeiten von Corona | 5 Tipps

Die Corona-Pandemie legte uns in allen Bereichen unseres Lebens Steine in den Weg. Die Auswirkungen der Krise waren besonders in der Branche der Kurzzeitvermietung spürbar. Nach der Beendigung der allgemeinen sozialen Isolierung war es Kurzzeitvermieter*innen mit dem Gewicht der strengen Regelungen auf ihrer Brust nicht möglich, nach der langen, herausfordernden Phase aufzuatmen. Die Pandemie ließ die (zweite) Einkommensquelle der Gastgeber*innen mit einigen Ausnahmen vertrocknen.

Doch nicht bloß private Personen waren von der Problematik betroffen, auch die großen Mitspielenden in dem Bereich mussten sich an die Regelungen halten. Somit verzeichnete die gesamte touristische Branche ein dunkles Jahr, das viele Vermietende dazu zwang, Änderungen ihres Geschäftes zu unternehmen.

So kam es, dass viele Airbnb-Unterkünfte nicht mehr bloß zur Kurzzeitvermietung zur Verfügung standen, sondern auch längerfristig zu mieten waren.

Mit dieser Entscheidung sicherten sich Gastgeber*innen ein sichereres Einkommen, da sie nicht immer um neue Buchungen bangen mussten. Gehören Sie zu den glücklichen Personen, die es mehr oder minder ohne größere Komplikationen durch die (so ist zu hoffen) Hochzeit der Krise geschafft haben?

Dann finden Sie hier einige Anregungen, wie Sie Ihre Immobilie und Geschäftsmodell für die kommenden, doch sehr unsicheren Monate einigermaßen sicher gestalten können. Durch die Erfahrungen, die letztes Jahr gemacht wurden, wird versucht, Ihnen Lösungsvorschläge für mögliche Probleme zu geben.

Versuchen Sie sich für die kommenden Monate vorzubereiten, da unklar ist, welche Regelungen (wieder) in Kraft treten werden oder wie lange noch mit ihnen zu leben ist.

1. Flexibel sein

Flexibilität ist eine der vielen Sachen, die Corona uns gelehrt hat. Durch sich immer wieder ändernde Maßnahmen sind wir gezwungen, uns ständig anzupassen.

Die Tourismusbranche war eine der Ersten, die von den verschiedenen Regierungen auf Eis gelegt wurde. Doch auch wenn das Reisen nun wieder möglich ist – viele Personen scheuen noch immer davor, Urlaube zu planen, aus Angst vor plötzlichen Änderungen wie beispielsweise die Schließung der Grenzen oder gecancelten Flügen.

Entscheiden sie sich doch für einen Urlaub (in einem anderen Land), so gehen sie bei der Planung meist anders vor und achten auf die Flexibilität der Gastgeber*innen.

Nutzen Sie dies, um Ihre Unterkunft attraktiver für Interessent*innen zu gestalten. Vermitteln Sie in Ihrer Beschreibung, dass auch kurzfristige Änderungen möglich sind und zu keinen Problemen führen.

1.1 Last Minute Buchungen

Mit Last Minute Buchungen haben Reisende – wie der Name bereits verrät – die Möglichkeit Ihr Feriendomizil in letzter Minute zu buchen.

Durch die Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach dieser Buchungsform extrem angestiegen, da sich immer mehr Leute gegen eine Buchung lange im Voraus entschieden haben, um die Unsicherheit und den Stress, der damit einhergeht zu vermeiden.

1.2 Kostenlose Stornierung

Einen weiteren Sicherheitsfaktor für potenzielle Gäste Ihrer Ferienunterkunft stellt die gebührenfreie Stornierung dar.

Diese ist besonders in unsicheren Zeiten attraktiv und ist ein Pluspunkt, der für die Buchung Ihrer Immobilie spricht.

Mit dem Angebot kostenloser Stornobedingungen in der Kurzzeitvermietung gewinnen Sie mit Sicherheit viele Gäste, da Sie sie dadurch von den Problemen, die durch plötzliche Reiseeinschränkungen und Flugstornierungen aufkommen, bewahren.

2. Achten Sie auf die Regeln für Reisen und Kurzzeitvermietungen

Im vergangenen Jahr wurden die Regelungen für die Kurzzeitvermietung praktisch laufend geändert, sodass es einem schwerfiel, sich zwischen all den verschiedenen Vorschriften noch richtig orientieren zu können.

In Zeiten von Corona gehört das up-to-date sein bezüglich der Anordnungen nun zu Ihrer Aufgabe als Gastgeber*in!

Informieren Sie sich regelmäßig bei Ihrer lokalen Behörde, damit Sie im Zweifelsfall genau Bescheid wissen und anfallende Fragen Ihrer Gäste beantworten können. Denn Sie sind für die Zeit, die Ihre Gäste in Ihrer Ferienunterkunft verbringen, für diese verantwortlich.

Achten Sie darauf, Ihre Informationen nur aus vertraulichen Quellen, wie beispielsweise dem Sozialministerium zu beziehen, denn Online-Foren oder Blogs könnten unter Umständen falsche oder nicht-aktuelle Informationen beinhalten.

Zurzeit gilt in der Kurzzeitvermietung die sogenannte 3G-Regel für aus Europa anreisende Gäste. Dies bedeutet, es muss entweder eine (PCR) Testung, Impfung oder Genesung vorliegen.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Gäste eines der drei G‘s vorweisen können. Ist es Ihnen nicht möglich, persönlich beim Check-in anwesend zu sein, fragen Sie beispielsweise per Mail nach dem Nachweis. Es kann vorkommen, dass manche Ihrer Gäste sich weigern, einen Nachweis zu erbringen.

Ist dies der Fall, ist es das Beste, die Buchung zu stornieren, sodass Sie sich nicht aufgrund von Missachtung der Corona-Regeln strafbar machen. Wiederum andere werden Ihre Nachfrage positiv aufnehmen, da dies von Verantwortungsbewusstsein Ihrerseits zeugt. Seien Sie achtsam, bei Buchungen von Gästen, die außerhalb von Europa einreisen. In diesen Fällen ist es möglich, dass diese einige Tage in Quarantäne verbringen müssen.

Informieren Sie potenzielle Gäste über die in Österreich geltenden Regelungen, damit es bei deren Ankunft zu keinen bösen Überraschungen kommt.

3. Wählen Sie eine kontaktlose Schlüsselübergabe

Heutzutage ist es mithilfe technischer Gerätschaften kein Problem mehr, eine sichere Schlüsselübergabe zu machen, ohne selbst vor Ort zu sein.

Auch wenn diese Investitionen ein wenig kostspieliger sind, es lohnt sich mit Sicherheit!

Denn dadurch sind Sie, was die Ankunft und Abreise Ihrer Gäste anbelangt flexibler. Sie sind unabhängig und müssen nicht zu einer bestimmten, manchmal sehr frühen oder späten Uhrzeit vor Ort sein.

Ein weiterer Vorteil davon ist, dass die Übergabe ohne Kontakt erfolgt. Eine Alternative zu einer Schlüsselbox ist die Technologie der Marke Nuki. Mithilfe dieser App ist es Ihnen möglich, die Eingangstüre Ihrer Ferienunterkunft auch aus der Ferne zu öffnen oder zu schließen.

Falls Ihnen eine solche Investition nicht möglich ist, beachten Sie, dass Sie und Ihre Gäste bei der Übergabe eine Maske tragen und den Sicherheitsabstand bewahren.

Die persönliche Übergabe hat auch ihre Vorteile – es ist Ihnen möglich, Ihre Gäste kennenzulernen und diese zu begrüßen. Wegen Sie für sich ab, welche Option die beste für Ihre Kurzzeitvermietung ist, denn wenn Sie sich nicht in der Nähe befinden, kann die persönliche Schlüsselübergabe auch eine Menge an Zeit und Aufwand kosten. Hier finden Sie Möglichkeiten der kontaktlosen Schlüsselübergabe.

4. Konzentrieren Sie sich auf die Reinigung Ihrer Ferienunterkunft

Um in der Kurzzeitvermietung positive Gästebewertungen zu erhalten ist es essenziell, auf die Hygiene und Reinigung Ihrer FeWo zu achten.

Vor allem in Zeiten von Corona wurde das Thema noch wichtiger. Eine saubere Unterkunft ist das A und O eines erfolgreichen Aufenthaltes.

Sie sollten somit der Reinigung Ihrer FeWo besonderen Wert beimessen und die Gewährleistung der Hygiene und Sauberkeit Ihrer Unterkunft zu sichern versuchen. Anerkannte Buchungsplattformen haben die Reinigung und Desinfektion betreffende Richtlinien mit Expert*innen verfasst, damit Sie als Gastgeber*in wissen, worauf Sie besonders achten müssen.

Kommunizieren Sie Ihren Gästen, dass Sie die Hygienemaßnahmen bestmöglich zu gewähren versuchen. Dies bildet Vertrauen und spricht für Sie als verantwortungsbewusste*r Vermieter*in.

Die Reinigung Ihrer Unterkunft kann in fünf Schritte unterteilt werden.

Der erste Schritt, den Sie machen müssen, ist eine sorgfältige Vorbereitung. Dazu gehört beispielsweise auch das Wechseln sämtlicher Bettwäsche und Handtücher, sowie das sorgfältige Lüften aller Räumlichkeiten.

Ein guter Plan erleichtert Ihnen die Reinigung um vieles und fördert die Effizienz.

Nachdem Sie die notwendigen Reinigungsmittel und Hilfsobjekte in Ihrer Nähe haben, beginnen Sie mit dem zweiten Schritt – der Reinigung sämtlicher Oberflächen, Böden und Arbeitsplatten.

Waschen Sie das Geschirr und sämtlich vorhandene Wäsche auf der höchstmöglichen Stufe. Sind alle Oberflächen von Staub und Schmutz befreit, desinfizieren Sie im dritten Schritt sämtliche Objekte.

Geben Sie besonders Acht auf jene, die oft berührt werden, wie beispielsweise Fernbedienung, Türklinke etc.

Lassen Sie das Desinfektionsmittel lufttrocknen.

Im vierten Schritt kontrollieren Sie jeden Raum einzeln, um sicherstellen zu können, dass dieser auch tatsächlich sauber ist. Nehmen Sie sich Zeit dabei, und kontrollieren Sie gewissenhaft.

Als fünfter und letzter Punkt schließen die noch nötigen Handgriffe die Checkliste ab.

Achten Sie darauf, sich die Hände zu waschen und eventuelle Handschuhe zu wechseln, bevor Sie die letzten Vorbereitungen für die nächsten Gäste treffen.

Nachdem Sie Ihre Unterkunft sorgsam gereinigt haben, sollte sie für die nächsten Gäste blitzeblank und bereit sein.

5. Extra Tipp

Um den Aufenthalt Ihrer Gäste so komplikationslos und stressfrei wie möglich zu gestalten, können Sie ihnen ein kleines Corona-Paket bereitstellen.

Es ist äußerst ärgerlich, wenn man beim Verlassen der Haustüre bemerkt, dass die Mundnasenschutzmaske nirgendwo auffindbar ist. Das große Suchen können Sie Ihren Gästen ersparen, indem Sie ihnen beispielsweise Masken und  Handdesinfektionsmittel zur Verfügung stellen.

Verfassen Sie einen Informationszettel, der sämtliche aktuellen Regelungen Ihrer Region auflistet, damit Ihre Gäste alle notwendigen Informationen auf einem Blick haben.

Klären Sie sie auf, welche Verordnungen im Kulturbereich, in Restaurants oder den öffentlichen Verkehrsmitteln gelten. Fügen Sie verschiedene Orte, an denen Testungen auf das Coronavirus möglich sind, bei.

Stellen Sie sicher, dass das Dokument in der jeweiligen Sprache Ihrer Gäste zur Verfügung steht, sodass es zu keinen Missverständnissen kommt.

Ihre Gäste sind Ihnen mit Sicherheit dankbar und wissen diese kleine, doch so hilfreiche Aufmerksamkeit zu schätzen.

Egal, welche Überraschungen die Pandemie noch für uns und besonders für die Branche der Kurzzeitvermietung bereithält, Sie sollten nun, was die aktuellen Regelungen betrifft, up-to-date sein und für ziemlich jeden Fall gewappnet sein!

Vor allem in Krisenzeiten ist es wichtig, nicht die Hoffnung zu verlieren und den Blick nach vorne gerichtet zu lassen.

Bedenken Sie stets, was Sie im letzten Jahr bereits überstanden haben! Natürlich bringen all die Maßnahmen eine Menge Aufwand mit sich, der gebracht werden muss – sowohl zeitlich als auch energietechnisch.

Mit fortschreitender Zeit werden jedoch all jene Dinge, die zu beachten sind, die neue Normalität für uns werden (wenn es nicht bereits der Fall ist).

Egal ob die Kontrolle des 3-G Nachweises oder die strikteren Hygienemaßnahmen – all dies wird Ihnen in naher Zukunft erhalten bleiben und seinen festen Platz in Ihrer Vermietungsroutinen haben. Auch wenn die strikte Beachtung der Regelungen nicht mit Ihren Vorstellungen Hand in Hand gehen sollte, ist es zwingend notwendig, diese einzuhalten. Denn so schützen Sie nicht bloß sich und andere Personen, Sie machen sich, falls Sie die Maßnahmen missachten sollten, strafbar.

Es ist durchaus besser, Ihre Unterkunft mit gewissen Einschränkungen zu vermieten, als dass Sie ein Verbot aufgrund der Missachtung der Regelungen auferlegt bekommen! Halten Sie stets den Kopf gehoben und die Ohren gespitzt, sodass Sie etwaige Änderungen der Regelungen mitbekommen und am aktuellsten Stand sind!